Schwünge

Lieblings Schwünge der Schwinger

Die beliebtesten und effektivsten Schwünge im Schweizer Schwingen sind Kurz, Übersprung, Gammen, Innerer Haken und der Wyberhaken. Diese Techniken gehören zum Standardrepertoire jedes Schwingers, um den Gegner im Sägemehl auf den Rücken zu zwingen, wobei der Kurz oft als der direkteste und häufigste Schwung gilt.
Kurz
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Innerer Haken
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Gammen
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Übersprung
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Wyberhaken
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Erklärung

Schwinger-Begriffe

Kurz
Der „Kurz“ ist einer der wichtigsten und am häufigsten angewendeten Kurzangriffe beim Schwingen, einem traditionellen Schweizer Kampfsport. Er
basiert auf dem Vorbeugen des Oberkörpers und einem explosiven Einwirken mit der Hüfte, um den Gegner zu fixieren und zu Boden zu zwingen. 

Hüfter
Der «Hüfter» ist ein klassischer, spektakulärer Wurf beim Schweizer Nationalsport Schwingen. Er nutzt die Hebelwirkung des eigenen Körpers, wobei der Gegner durch eine Körperdrehung über das Gesäß des Angreifers auf den Rücken befördert wird.

Gammen
Der Gammen ist ein klassischer Schwung im Schweizer Schwingen, der primär auf Kraft basiert und oft von grösseren Schwingern angewendet wird. Dabei wird der Gegner durch einen Haken (Gammen) mit dem eigenen Bein hinter dessen Bein sowie gleichzeitigem Zug am Rumpf oder Hals zu Boden gebracht.

Brienzer
Der Brienzer ist ein Hauptschwung im Schwingen, der oft von leichteren oder mittelschweren Schwingern erfolgreich angewendet wird. Dabei greift der Schwinger mit der rechten Hand vom Gurt zum Gestöss (Griff am Schwingerhosenrand), dreht sich ein, hakt mit dem Bein beim Gegner ein und wirft ihn mit kräftigem Ruck über den Rücken.

Wyberhaken
Der «Wyberhaken» (oder Wyberhaagge) ist einbekannter Schwung im Schweizer Schwingen, bei dem der Angreifer das Bein des Gegners mit dem eigenen Bein einhakt und diesen zu Boden reisst. Er wird oft als Überraschungsmoment genutzt und gilt als raffinierte Technik, die nicht primär auf Kraft basiert.

Anschwingen
Die ersten 2 Gänge eines Schwingfestes werden als Anschwingen bezeichnet. Dort treffen jeweils die besten Schwinger aufeinander – für Spektakel ist also schon früh gesorgt.

Ausschwingen
Analog zum Anschwingen werden die Gänge Nummer 3 und 4 als Ausschwingen bezeichnet.

Ausstich
Die letzten 2 Gänge (5 und 6) heissen Ausstich. Beim Eidgenössischen werden 2 zusätzliche Gänge geschwungen, der sogenannte Kranz-Ausstich.

Böse
Der liebevoll gemeinte Begriff gilt den stärksten Schwingern im Land. Meist sind damit die Eidgenossen gemeint, also jene Schwinger, die bereits einmal einen eidgenössischen Kranz gewonnen haben.

Gabentempel
Der Sieger erhält als 1. Preis den Muni oder den finanziellen Gegenwert. In der Regel sind auch die übrigen Lebendpreise für die ersten Ränge fix verteilt. Im Gabentempel können sich die weiteren Schwinger – in der Reihenfolge ihrer Klassierung – nach Abschluss des Festes ihren Lohn für die Leistungen im Sägemehl abholen. Es wird darauf geachtet, dass der teuerste Preis im Gabentempel nicht wertvoller ist als der letzte Lebendpreis.

Gestellter
Bezeichnung für ein Unentschieden im Schwingsport, wenn also in der vom Kampfgericht bestimmten Zeit keine Entscheidung fällt. Ein Gestellter wird leicht besser als eine Niederlage und deutlich schlechter als ein Sieg gewertet.

Kranz
Die besten 15 bis 18 Prozent der Schwingfest-Teilnehmer erhalten einen Kranz. Um das begehrte Eichenlaub zu erhalten, werden in der Regel 56,00 oder mehr Punkte benötigt. Bei Schwingfesten mit eidgenössischem Charakter (Unspunnen, Kilchberger) werden allerdings keine Kränze vergeben.

Plattwurf
Wer einen Gegner platt auf den Rücken bettet, erhält die Maximalnote von 10,00 Punkten. Muss der Schwinger im Sägemehl noch Nachdrücken, erhält er die Note 9,75.

Sennenschwinger
Die Schwinger treten in zwei verschiedenen Bekleidungen an. Die Sennenschwinger tragen eine dunkle Hose und ein Edelweisshemd.

Turnerschwinger
Die Turnschwinger sind ganz in weiss gekleidet und stammen meist aus einem Turnverein. Im Gegensatz zu den ländlichen Sennenschwingern gelten die Turnschwinger als Städter.